Was man von CEO’s, Visionären und Produktmanagern lernen kann

Ben Horowitz's legendäre Produktmanagement Prinzipien: 

In seinem Aufsatz „good product manager – bad product manager“ beschreibt Ben Horowitz*, einer der meistgeachteten Geschäftsmänner, Investoren und Autoren im Silicon Valley, welche Fähigkeiten und Prinzipien den Erfolg eines guten Produktmanagers ausmachen.

Horowitz weist in seinem Artikel darauf hin, dass seine Erkenntnisse auf Erfahrungen in einer kleinen AOL Business Unit mit Produkten im Bereich B2C Online-Services beruhen.

Lesen Sie warum Ben Horowitz‘ Prinzipien heute mehr denn je aktuell sind, welche Grundsätze des Handelns und Verhaltens für anderen Firmen, Branchen und Wertangebote übertragbar sind und was sie im heutigen Kontext bedeuten.

* Ben Horowitz, der seine Karriere bei Netscape und AOL begann, war Co-founder und CEO von Opsware, das 2007 für 1,6 Milliarden von Hewlett-Packard übernommen wurde. Heute liegt er mit seiner Venture Capital Gesellschaft Andreessen Horowitz an #68 der Top Tech Investoren 2018 in der Forbes Liste. Sein Bestseller „Wenn es hart auf hart kommt: Schwierige Management-Situationen und wie man sie meistert“, gehört zu den Standardwerken für Gründer und Start-ups.

#1 Produktmanagement ist für den gesamten Produkt-Kontext verantwortlich

Horowitz sieht den Produktmanager für das Produkt und den gesamten Produkt-Kontext verantwortlich. Diese Verantwortung erstreckt sich über alle Produktlebenszyklus-Phasen, Prozesse und Aktivitäten mit Produktbezug hinweg.

#2 Der Produktmanager muss alle erfolgskritischen Faktoren im Griff haben

Das geschickte Ausbalancieren und Ausrichten der erfolgskritischen Faktoren ist wichtig, um die Produktstrategie umzusetzen. Zu diesen Faktoren gehören insbesondere Unternehmensziele und Fähigkeiten, Nachfrage und Wettbewerb. Darüber hinaus hebt Horowitz den Umgang und die richtige Haltung des Produktmanagers zum Thema Wissen hervor.

#3 Klare und schriftliche Kommunikation mit der Produktentwicklung

Schriftliche Kommunikation und das Produktanforderungs-Dokument sind für Horowitz die zentralen Pfeiler zur Orientierung und Abstimmung. Sein Ziel ist es durch das Produktanforderungs-Dokument eine abteilungsübergreifende Transparenz zu schaffen und die Aktivitäten präziser auf das gemeinsame Ziel auszurichten.

#4 An klaren Nutzenversprechen, USP und Zielen orientieren

Ein Produkt ist ein Bündel von Eigenschaften, die Kundennutzen schaffen sollen. Jedes Produkt benötigt ein einzigartiges Nutzenversprechen und Alleinstellungsmerkmal (englisch= unique selling proposition, USP), dass es von seinen Wettbewerbsprodukten deutlich abgrenzt.

#5 Kunden- und Vertriebssituation

Für seinen Erfolg benötigt der Produktmanager sehr gute Antennen um die Situationen in seinem direkten Umfeld erkennen und bewerten zu können. Dies sind vor allem die Kundensituation und die Vertriebssituation

#6 Fähigkeiten

Um erfolgreich zu sein, muss der Produktmanager wichtige Fähigkeiten zur Organisation seiner Arbeit beherrschen und Kenntnisse aus angrenzenden Fachbereichen haben.

Anwendbarkeit von Horowitz' Prinzipien

Horowitz Prinzipien sind allgemeingültig und auch heute noch auf alle Unternehmen und Produktmanagementbereiche, unabhängig von deren konkreten Wertangeboten (Produkte, Software, Dienstleistungen), Branchen, Verkaufsregionen und Kunden anwendbar.

Weitere Quellen

Andreesen/Horowitz

Marc Andreesen and Ben Horowitz

Good Product Manager/Bad Product Manager

Khosla Ventures

Ben Horowitz and David Weiden

https://www.khoslaventures.com/wp-content/uploads/Good_Product_Manager_Bad_Product_Manager_KV.pdf